Rechtliche Einordnung von 0,5ern
Beitrag #1 - 24.11.2008, 18:35 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.11.2008 18:38 von Don S. David.)
Rechtliche Einordnung von 0,5ern
Hallo,

meine Frage bezieht sich indirekt auf die Pro-Line OP, da diese in Deutschland mit 0,5ern stattfindet.

Macht ihr euch keine Sorgen, dass es bei einer größeren und öffentlich angekündigten Aktion zu rechtlichen Problemen kommen könnte? Ich meine jetzt nicht wegen Haftung für Verletzungen oder ähnliches, sondern wegen den 0,5ern.

Hintergrund:
0,5er sind Anscheinswaffen. Freie Waffen nicht. (Erläuterung unter anderem HIER)
Folge: Für 0,5er gilt der §42a WaffG. Für freie Waffen nicht.

Der §42a WaffG verbietet generell das Führen von Anscheinswaffen. Wann führt man?
Zitat:
Zitat:[...]führt eine Waffe, wer die tatsächliche Gewalt darüber außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume, des eigenen befriedeten Besitztums oder einer Schießstätte ausübt
Wann führt man demnach nicht? Genau, wenn man die tatsächliche Gewalt innerhalb des eigenen befriedeten Besitztums ausübt. Was es mit dem eigenen Besitztum auf sich hat, hab ich aber wirklich schon bis zum Abwinken erläutert in den verschiedensten Foren.

Warum sind da freie Waffen besser gestellt als die 0,5er? Ganz einfach, bei ihnen greift der
Zitat:
§12 III Nr. 1
Zitat:Einer Erlaubnis zum Führen von Waffen bedarf nicht, wer [...] diese mit Zustimmung eines anderen in dessen Wohnung, Geschäftsräumen oder befriedetem Besitztum [...] führt
Ergebnis: Freie Waffen sind mit Erlaubnis des Rechteinhabers des Grundstücks erlaubnisfrei führbar.
0,5er laut WaffG eben nicht, egal, wie viele Erlaubnisse gegeben wurden.



Ich weiß, dass ich mit dieser Ansicht bisher eine absolute Mindermeinung in der Community vertrete. Dennoch wurde sie noch nicht mit Argumenten widerlegt. Deswegen wollte ich jetzt mal hier nachfragen und schauen, ob eventuell eine brauchbare Diskussion dabei herauskommt.

Gruß
- Flash

p.s.: Der User "FlashBang" bin nicht ich. Scheinbar hat sich hier jemand meinen Nickname reserviert.
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Beitrag #2 - 24.11.2008, 21:13
RE: Rechtliche Einordnung von 0,5ern
Wir wollten bei der OP eine Art "Kurzmitgliedschaft" für jeden Teilnehmer bei der Ghostforce beantragen,somit wäre das okay und auch legal.
Zudem ist alles auch noch wahrscheinlich,steht somit noch nicht 100%tig fest.

Und in Sachen Legalität kümmern wir uns schon, keine Sorge!
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Beitrag #3 - 24.11.2008, 21:20
RE: Rechtliche Einordnung von 0,5ern
Was bringt denn eine Kurzmitgliedschaft?
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Beitrag #4 - 24.11.2008, 21:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.11.2008 21:29 von The Snake.)
RE: Rechtliche Einordnung von 0,5ern
wenn ich das richtig verstehe und das Gelände Offiziel der Ghostforce gehört dann wäre man ja mit eigentümer und damit kein prob mehr was das führen von airsoft anbelangt aber ich glaube das Gelände gehört ihnen nicht sondern darf eher für airsoft genutzt werden... (ich lass mich gern eines besseren belehren) aber andersrum wäre das witzig... ich trete bei der "GF" ein (wenn die das überhaupt mitmachen und habe dann (weil mitbesitzer des geländes) auch mitbestimmungs recht was dort passiert... also naja... ich weis ja nich.

LG _Renegade_
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Beitrag #5 - 24.11.2008, 21:40
RE: Rechtliche Einordnung von 0,5ern
Eine ausführliche Diskussion darüber könnt ihr hier anschauen: http://www.softairforum05.de/viewtopic.php?t=6382

Ich finde die Argumentation etwas seltsam. Ein e.V. ist eine juristische Person. Damit kann sie Träger von Rechten und Pflichten sein. Wenn der e.V. ein Gelände pachtet/mietet/kauft, dann wird der e.V. Besitzer, aber nicht die Mitglieder.
Oder tretet ihr beim ADAC ein und fahrt dann mit den gelben Autos rum?
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Beitrag #6 - 24.11.2008, 22:11
RE: Rechtliche Einordnung von 0,5ern
ok ok... das war ja auch nich soooo ernst. ich bin kein anwalt... und ich bin der GF auch dankbar wenn sie uns das gelände wieder zur verfügung stellen... war bei african recovery was das gelände angeht mehr als zufrieden.

_Renegade_
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Beitrag #7 - 24.11.2008, 22:28
RE: Rechtliche Einordnung von 0,5ern
Das sollte kein Angriff auf dich sein. Tut mir leid, wenn das so rübergekommen ist. Mir liegt auch nichts daran, euch den Spaß zu verderben.
Es geht mir rein um eine sachliche, fundierte Diskussion der Frage.
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Beitrag #8 - 25.11.2008, 14:20
RE: Rechtliche Einordnung von 0,5ern
Ich muss zugeben dieser Thread hat mich richtig gesckockt, ich habe gemerkt das ich mich mit der rechtlichen Situation doch nicht so auskenne.
Mist und da hatten wie so ein schönes schnukeliges Waldstück in Aussicht....naja... aber da sieht man mal wieder das die meisten Poltiker von tuten und blasen nicht die Ahnung haben

Ich weis eigentlich gehört das hier nicht rein, aber man muss sich ja mal Luft verschaffen Smiley_27
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Beitrag #9 - 04.12.2008, 14:27
RE: Rechtliche Einordnung von 0,5ern
Wie bereits gesagt: Wir werden uns schon darum kümmern das alles legal abläuft! Keine Sorge!
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Beitrag #10 - 04.12.2008, 15:04 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.12.2008 15:05 von Don S. David.)
RE: Rechtliche Einordnung von 0,5ern
Was ihr im Endeffekt macht, ist mir egal. Das geht mich auch nichts an.
Ich hab die Sache nur als Aufhänger für die theoretisch-abstrakte Frage der Legalität genommen.
Hierüber wird derzeit stark diskutiert und ich stehe inzwischen mit meiner Meinung auch nicht mehr alleine da, dass legales Spielen mit 0,5ern in Deutschland seit dem 1.4.2008 nahezu unmöglich geworden ist. Es haben sich offensichtlich inzwischen auch andere Juristen dieser Ansicht angeschlossen.
Mir liegt nur daran, zu erfahren, wie die Sache von den Usern hier gesehen wird.
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