[R] CM.121 / Cyma Desert Eagle AEP
Beitrag #1 - 02.07.2011, 13:28
[R] CM.121 / Cyma Desert Eagle AEP
Die Desert Eagle .50AE aus der Waffenschmiede Israel Military Industry respektive dem Lizenzhersteller Magnum Research zählt schon seit längerer Zeit zu meinen Favoriten unter den Faustfeuerwaffen. Die vorliegende Pistole ist meine erste (und aktuell einzigste) AEP.

Da ich auf das andere Review zu dieser Pistole im Forum nichtmehr zugreifen kann, füge ich einfach mal das von mir (vom Juni 2010) hinzu.

[Bild: s73018442yc3.jpg]

Hierbei sei noch zu bemerken, das sich das Spielzeug zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme in monatelanger Nutzung befand, Dreck und Beschädigungen sind keineswegs Werkszustand Smiley_31


Preis und Beschaffung

74,90€ bei Pro-Line
74,90€ bei Softairwelt

Ich selbst habe sie in Gebrauchtzustand aus privaten Quellen bezogen, am Produkt selbst ändert dies nichts.


Daten

Bei Abweichungen der Angaben: Pro-Line/Softairwelt

Material: ABS , Metall (Gearbox, Abzug, Schlitten, Kleinteile)
Magazinkapazität: ~30/28
Länge: 27cm/25,5cm
Gewicht: 974g/987g
Akku: 7,2V, 500mAh
Semi + FA


Lieferumfang

[Bild: s7302001n94j.jpg]

Wie schon erwähnt habe ich nicht im Shop gekauft, ergo auch keinen vollständigen Lieferumfang. Es sollte vorhanden sein:
CM.121
Magazin
Speedloader
7,2V/500mAh Akku
Netzteil (250mA)
Laufreiniger
obligatorische BB's


Verarbeitung

[Bild: s73018713xa8.jpg]

Die Verarbeitung ist im Groben gesehen gut, auch bei stärkerem Handdruck knarzt nichts. Der Schlitten hat minimales Spiel, was an der Art der Befestigung liegt. Die Lackierung des Schlittens ist, wie zu sehen, nicht gerade als kratzfest zu bezeichnen. Das ABS an den Griffschalen nimmt den Anschein als wäre es gummiert, es ist aber simples ABS.

[Bild: s73019143b43.jpg]
Cyma hatte hier eine kurze RIS-Schiene verschraubt. Da ich keine Verwendung für diese habe, es optisch bescheiden aussieht und ich mit Holstern Probleme bekommen würde, wurde sie entfernt

Eine dezente Schweißnaht findet sich auf der kompletten Unterseite der AEP, durch die entfernte Schiene kommt sie ein bisschen stärker zu Geltung als nötig wäre.

[Bild: s73019232z1l.jpg]

Wie hier gut zu sehen ist existiert ein schmaler Spalt zwischen Griffschale und dem restlichem Body.

[Bild: s73018670yrv.jpg]


Markings

[Bild: s7301855ba26.jpg]

Das Logo von I.M.I., beide Seiten der Griffschalen

[Bild: s7301917vxm2.jpg]

Herstellungsland auf der Unterseite des Griffstückes


Funktionselemente Außenseite

Der Feuerwahlhebel (Im Original Sicherung) ist nur auf der linken Seite beweglich, auf der rechten ist es ein fester Teil des Schlittens. Der Feuerwahlhebel rastet nirgends ein, es ist ein einfaches Metallelement welches hin- und herbewegt werden kann.

[Bild: s7301856k9gi.jpg]

Halbautomatischer Modus

[Bild: s7301862qze2.jpg]

Vollautomatischer Modus


Der Knopf zum Magazinauswurf befindet sich wie beim Original auf Höhe des Abzugsbügels. Hierzu ist nicht allzu viel zu sagen, er erfüllt seinen Zweck ohne Probleme.


Die Sicherung verbirgt sich hinter dem Demontageknopf der Desert Eagle (dies ist der größere Knopf am vorderem Ende des Abzugsbügels). Hält man diesen gedrückt, so kann man auf der anderen Seite einen Hebel nach unten drehen, welcher dann den Abzug blockiert.

[Bild: s73018862xwk.jpg]

Feuerbereit

[Bild: s7301902manm.jpg]

Gesichert


"Spannt" man den Hammer, so löst sich die Schlittenverankerung und man kann diesen nach vorn oben hin abheben.

[Bild: s7301967gz57.jpg]

Dies ist auch der größte Nachteil des Systems, da man auch im Gefecht manchmal unbeabsichtigt die Verankerung löst, da der Hammer zudem recht leichtgängig ist. Ist aber im Grunde kein totaler Wegfall der Backup, das System feuert auch ohne Schlitten - jedoch nur Halbautomatisch.

HopUp

[Bild: s73019788amx.jpg]

Das HopUp lässt sich bei demontiertem Schlitten recht simpel Einstellen. Im Uhrzeigersinn dreht man den Gummi hinein, entgegengesetzt heraus. Da das System wie schon erwähnt ohne Schlitten nur Semi schießt, kann man das HopUp ohne viel Fummelei einstellen.

Internals

Aufgrund der kompakten Bauweise muss man nahezu die komplette AEP zerlegen um am die Gearbox zu gelangen, was beim ersten mal zumindest fremdartig anmutet.

[Bild: s7302045385j.jpg]

Kleine Erläuterung zu den Einzelteilen:
1...Laufabdeckung
2...Abdeckung der obenliegenden Kleinteile
3...Fixierung für Bauteil 5
4...Verbindung Abzug - Switch Assembly
5...Könnte man am ehesten als Nozzle umschreiben, es führt Kugeln ins System und dichtet zur HopUp-Unit hin ab, der Aufbau ist aber ein wenig anderes als bei den typischen Nozzle's in V2 oder V3-Boxen
6...Abzugseinheit
7...HopUp-Unit
8...Lauf
9..."Akkuauswurfhebel"
10...Griffschalen (das diese abnehmbar sind erklärt den Spalt zum Body)
11...Body
12...Motorplatte
13...Gearbox



Die Gearbox selbst lässt sich nun recht einfach zerlegen, da nur 6 Schrauben gelöst werden müssen.

[Bild: s7302057f4wn.jpg]

1...Schnittstelle zum Akku
2...linke Shell
3...Zylinderhead fusioniert mit einem Teil des Nozzle
4...Zylinder
5...Piston
6...Spring
7...Springguide
8...Cut Off Lever
9...werden vom Sector Gear angesteuert, bewegen Bauteil 8
10...Sectorgear
11...Upper Spur Gear
12...Lower Spur Gear
13...Bevel Gear
14...Motor
15...rechte Shell
16...Switch Assembly
17...ARL (hatte ich vergessen Smiley_31 )


[Bild: s7302080ck6g.jpg]

Hier ist der ARL und die sternförmige Motorfeder nochmal aus einem günstigerem Winkel zu sehen.


Zum Zeitpunkt der (Erst-)Öffnung war das System angefüllt mit Abrieb, Schmutz und zu sehenden grünlichen China-Fett.

[Bild: s73020742m40.jpg]

Wie auf einem Bild weiter oben zu sehen findet sich dieses Fett auch auf dem Motor, selbst außerhalb der Gearbox. Was es da zu suchen hat ist mir unbekannt. Auch mit dem Schraubenkleber (das rote Zeug) haben die Chinesen ein wenig geschludert, außer im Gewinde findet es sich auch auf weiten Teilen der Shell und dem Motor. Aber was solls, die Funktion beeinträchtig es nicht.

Ebenso zu sehen sind die Zahnradlager aus Kunststoff, was aber in anbetracht der geringen Federstärke ausreichend ist.

[Bild: s7302075gjtp.jpg]

Wie zu erwarten ein Kunststoffpiston mit einem Metallzahn. Die zwei folgenden Zähne sind an den Kanten ein wenig abgerundet, ansonsten sind keine weiteren Verschleißerscheinungen ersichtlich.

Feuerbereitschaft herstellen

Was benötigt eine AEP um Kugeln zu spucken? Richtig, einen Akku. Dieser liegt hier in einer für AEP's typischen Form vor, ein 7,2V NiMH-Blockakku mit 500mAh.

[Bild: s7301998gatu.jpg]

Wendet man die Rechnung Ladedauer=(Kapazität/Ladestrom)*1,3 an, so gelangt man auf eine Ladedauer von rund zweieinhalb Stunden (mit Standard-Ladegerät). Zur Frage der Spieldauer kann ich nur sagen, das ich mit einer Akku-"Füllung" noch nie mehr als 10 Magazine verschossen habe, zu diesem Zeitpunkt der Akku aber noch keineswegs "leer" war.

Dieser Akku soll nun der Markierung entsprechend (auf einem Akkuende befindet sich ein Pfeil, mit dieser Seite einlegen) in die AEP gestopft werden, einziger Stauraum hierfür befindet sich unter dem Lauf.

[Bild: s73019918yu7.jpg]

Ein hilfreiches Bauelement ist der Hebel direkt neben dem HopUp-Rädchen. Betätigt man diesen, schnippt der Akku regelrecht aus der Halterung. Dies erspart dem Nutzer einiges an Fummelei bei der Akkuentnahme.


Sollte einem der Begriff für die eigene AEP entfallen sein, so hat Cyma für den vergesslichen Nutzer eine Erinnerung eingebaut

[Bild: s7301982azbm.jpg]


So, nun haben wir eine AEP mit Akku, welche sogar in der Lage ist Schüsse abzugeben. Dummerweise nur Leerschüsse, was haben wir vergessen? Richtig, das Magazin.

[Bild: s7301941basu.jpg]

Dies ist ein einfaches Doppelreihenmagazin, in welches man 32 BB's stopfen kann.

[Bild: s73019470zyc.jpg]

Wiederum findet sich die Betitelung der AEP auf dem Magazin, erleichtert die eventuelle Magazinzuordnung bei mehreren verschiedenen AEP's.

Die Magazine lassen sich mit einen normalen Speedloader problemlos füllen. Man kann aber nicht wie bei anderen Magazinen den Speedloader aufsetzen und pumpen was das Zeug hält, sondern muss ein wenig auf die Anordnung der Kugeln achten, sprich das sie wirklich doppelreihig liegen.

[Bild: s7301961kovc.jpg]

Bei solchen Lücken kommt es zu Klemmern, wodurch die Magazine nicht mehr feeden.
Weiterhin hörte ich von anderen Nutzern, das sie Verklemmungen an der Stelle des Magazins haben, an der die Doppelreihe in eine einfache übergeht. Dem Hörensagen nach lässt sich so etwas mit einen Dremel in kürzester Zeit lösen, da nur die Seitenwände ein wenig abgeschliffen werden müssen. Ich selbst hatte jedoch noch nie solche Probleme.


Schusstest

[Bild: 14cmtrm7.jpg]

Wahrlich, zum Zielschießen ist sie nicht geeignet. Hierbei sei aber noch gesagt, das die Geschossenergie von diversen Shops mit ~0,4J angegeben ist, die Leistung dieser AEP aber bei zwei Chronometern zwischen 0,18J und 0,23J liegt.
(€: Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich will keineswegs sagen das diese AEP ab Werk eine schlechte Schussleistung bringt, sondern das dieser stark gebrauchte Gegenstand genannte niedrigere Mündungsenergie erbringt.)
Nichtsdestotrotz erreicht das Spielzeug auf dem Spielfeld brauchbare Ergebnisse, ein normaler Mensch lässt sich bei Windstille auf 15-20m treffen, bei leichtem seitlichem Wind erst nach einigen Korrekturschüssen. Die maximale Entfernung liegt über 20m, der exakte Wert konnte dank Zaunfeld nicht ermittelt werden.


Praktischer Nutzen

Eine AEP zückt man im Normalfall nur wenn man im Moment keine Munition in der Primärwaffe hat, der Platz zu eng wird oder man aufgrund zu hoher Leistung der Primärwaffe zur Backup greift. Für alle Gründe ist die CM.121 brauchbar, mit bereits erwähnter Reichweite und einer Feuerrate von 12 BB's/sec (voller Akku) ist sie in CQB-Situationen denkbar sinnvoll.
Ein Nachteil hingegen ist die Größe, in die wenigsten Holster passt eine Desert Eagle nutzbar hinein. Anfangs nutzte ich Oberschenkelholster, aber ~1,5kg am Bein fand ich unangenehm, jetzt nutze ich das BW-Schnellziehholster für die P8, welches erstaunlicherweise auch für die Desert Eagle geeignet ist. Das Nonplusultra ist diese Lösung allerdings auch nicht.

[Bild: s73020108arx.jpg]



Fazit

Positiv:
-Hohe Magazinkapazität
-Robustheit
-Feuerrate
-ausreichend Energie

Negativ:
-Mangelhafte Authentizität
-Größe
-eventuelle Selbstdemontage im Holster (durch Hammerbetätigung)


Genauso wie die anderen Cyma AEP's dieser Baureihe kann man die CM121 nur weiter empfehlen, zumindest für diese Spieler die eine BackUp aus praktischen und weniger ästhetischen Gründen brauchen. Für Sammler wohl eher ungeeignet.


Anmerkung: Nach der Zerlegung des Systems wurden die Funktionsteile gereinigt, neu gefettet und alle Dichtungselemente mit Silikonöl behandelt. Eine Nachchronung erbrachte eine Leistung von 0,36J, welche die AEP seitdem auch hält. Diese Veränderung wurde im Review jedoch nicht mit einbezogen, da ebendieses schon lange fertig war.

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Beitrag #2 - 02.07.2011, 18:06
RE: [R] CM.121 / Cyma Desert Eagle AEP
Das ist endlich mal wieder ein sehr schönes Review, welches sich auch so nennen kann.
Ne Menge guter Bilder, durch und durch detailliert, Langzeittest und sogar eine Gearboxanalyse.....so mag ich das^^

Vielen Dank für dieses tolle Review...

[Bild: jskbanner02csk.jpg]

Optimismus ist nur ein Mangel an Informationen.
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