Hail thee...
Beitrag #1 - 30.05.2008, 10:40
Hail thee...
Moin,
ich bin ja schon etwas länger hier (per Definition, wenn man das alte Board einrechnet), aber da mich trotzdem niemand der Neuen "kennt" denke ich, dass es nichts schadet wenn ich mich auch mal vorstelle.

Privates - der Knilch hinter dem Nick
Mein "Realname" ist Walter Ruf, ich bin Jahrgang ´76, seit 1998 verheiratet und habe einen Sohn. Beruflich habe ich schon einiges hinter mir. Zum einen habe ich einen Gesellenbrief im Zierpflanzengartenbau in der Tasche, habe dies nach der Lehre auch 3 Jahre lang als Geselle ausgeübt. In der Zeit habe ich mir dann diverse Allergien eingefangen, was zu einer Umschulung führte. Somit habe ich seit 2000 auch noch das IHK Zertifkat zur Ausbildung als Informations und Telekommunikationskaufmann in der Tasche. Arbeitsplätze die ich bisher inne hatte beinhalteten Objektschutz, Kundenberatung, EDV Betreuer an einer Privatschule, Leitung des Kundensupports für ein biometrisches Sicherheitssystem. Zwischenzeitlich hatte ich mich auch mit eigenem Gewerbe im Reenactmentbereich versucht, dies aber bald entnervt aufgrund der grenzwertigen Kundschaft wieder aufgegeben. Aktuell bin ich Vollzeitangestellter bei Begadi, zuständig für alles was mit unserer Serie "BE-X" zu tun hat, sowie Betreuer der gesponserten Teams. Somit bin ich auch der Ansprechpartner für das melden von Knallschoten und Stadtwaldspielern mit Begadilogo.

Musiktechnisch steht alles bei bei mir im Schrank, wa smit Instrumenten und nicht mit Computern gespielt wird, Angefangen bei den Dubliners/Fiddlers Green und Hans Zimmer bis hin zu Sabaton / Hammerfall und Manowar. Büchertechnisch regiert, rein nach der Statistik Karl May, was wohl an der kompletten Sammlung aller KM Bände des Bamberger Verlages liegt, das meistgelesene Buch in meiner Sammlung dürfte Tolkiens "Lord of the Rings" sein. Aktuell auf meinem Schreibtisch liegt "A Passing of Armies - An Account of the Army of the Pottomac" und "Through Blood and Fire at Gettysburg", beide von Lt.Col. Joshua L. Chamberlain.

Airsoft - Wie alles begann...
Seit ich denken kann, war ich lieber im Wald als woanders, egal bei welchem Wetter, als ich ca 14 war begann ich mit Freunden im Reichswald zu übernachten, schon damals nicht mit Zelten, sondern nur mit Planen und selbst gebauten Hütten. Dadurch dass diese Wälder auch Biwakgebiet für die hier stationierte US Armee war (wir hatten 5 Kasernen im Umkreis von 20KM) kam dann auch irgendwann die milit. Komponente zu unseren "Biwaks", gefolgt von der Sammel und Tauschleidenschaft mit den GIs.
Zum MilSim orientierten Hobby kam ich mit 18, als ich mit hier stationierten US Soldaten der MP zusammenkam, die nach Dienstschluss Paintball auf dem örtlichen TÜP spielten. Ich ging mal mit, fand Gefallen dran und kaufte mir meine eigene Ausrüstung. So circa 2001 wurde mir der "bloss kein camo" Wahn zu doof und ich hing das Hobby erstmal an den Nagel und wandte mich dem Frühmittelalter Reenactment/Living History zu.
2004 kam ich das erste mal (wieder) mit AS in Kontakt. Seit 2005 existiert dann FoxOne, mein Team. Wir sind generell ein MilSim Team, bei dem der Sim Charakter klar im Vordergrund steht. Dass heist dass bei uns die "Softskills" wie Taktik und mit grossem Fokus "Bushcraft", das "Handwerk des Lebens in der Natur" vor dem Meisterschützen steht. Wir sind reine Pragmatiker, Teamtarnung ist BE-X Rooivalk, welches das seit 2005 geführte DPM ab 2007 ersetzt. Wir haben das Glück für unsere Aktionen ein legales Privatgelände zu besitzen und uns somit weitgehend von Zank und Ränkespielen der Szene unbehelligt austoben zu können.

[Bild: waiting.jpg]
Sieht dann so aus...

Reenactment - auf Du und Du mit der A-Stasi
In einigen Threads ist es sicher schon aufgefallen, dass ich den Anschein erwecke für Reenactment nichts über zu haben. Das ist so nicht ganz richtig, ich habe für Darstellung sehr wohl was über. Nur zum einen gibt es in der AS Szene verschwindend wenig bis keine Reenactors gemäß der Definition von Reenactment, einfach aus Mangel an Gelegenheit. Zum anderen habe ich mit den Jahren eine sehr differenzierte Einstellung zu Dogmen, Szeneweisheiten und selbsternannten A-Päbsten entwickelt. Ich bin, mit meiner Frau, seit 2002 in der MA Darstellerszene unterwegs. Anfangs auf "Middelaldamärkten", mittlerweile hauptsächlich auf internen Events ohne Publikum oder bei Museeumsprojekten in Zusammenarbeit mit diversen Museen. Seit 2004 unterhalte ich die Infoseite http://www.jordheim.info zum Thema Darstellung.

Woher also meine Abneigung gegen das Schlagwort Reenactment?
Je länger ich in der "Szene" (von der jeder dementierte dass es sie gäbe) war, desto mehr dämmerte mir, dass bei vielen Darstellern die Selbst-Darstellung im Vordergrund stand und das predigen und nachplappern von Dogmen die eigene Recherche und das eigene logische Denken ersetzt hat. Es gibt Jahr für Jahr Modetrends, auf die Wert gelegt wird, wer diesem Strom nicht folgt, ist bäh, egal wie gut der Rest ist! Die Trendsetter wiederum erheben ihren Status Quo zum Standard, was anders ist, ist falsch. Diskussionen sind weitab von Sachlichkeit und enden meist entweder in einer "Jeder-gegen-Jeden" Schlammschlacht oder einer virtuellen Massenhinrichtung, bei der geschlossen auf einen Andersdenkenden eingeprügelt wird.
Quellen werden quasi "kontext sensitiv" bewertet: Stützen sie aktuelle Modetrends, sind sie legitime Quellen. Widersprechen Sie dem aktuellen Modetrend/dem aktuell vorherrschenden Status Quo, wird die Quelle zum Einzelfall deklariert, von dem ja kein Regelfall abgeleitet wird.
In Bereichen, die keine Quellenlage bieten, wo Interpretation und Spekulation die einzigen Mittel sind, greift meist nicht das "common sense" Prinzip, sondern das wiederbeten von Dogmen. Ein schönes Beispiel hierzu aus der MA Szene: Es gibt in der Mittelalterszene 2 Dogmen, die immer wiedergekaut werden: 1) Leinen konnte man im MA nicht färben, PUNKT! und 2) Zelte waren IMMER aus Leinen! Jeder, der gegen diese Dogmen verstößt, ist quasi vogelfrei und darf ausgelacht und angeflamed werden, weil er ja ein Fuzzi ist...
Warum auf der frühmittelalterlichen Psalterabbildung, die die Taufe des hlg. Bonifaz zeigt ein rot-grünes Zelt abgebildet ist, konnte mir von der A-Stasi bisher keiner erklären.

Das mag jetzt evtl ein wenig erhellen, warum ich bei dieser Thematik etwas pienzig werden kann. Am Rande, wer auf die Idee kommt zu monieren, dass ich, wie viele andere auch, einfach die Wikipedia Definition für Reenactment auf meiner Seite verwende, möge bitte einen Blick auf den Quellennachweis bei Wikipedia werfen. Ich zitiere nicht Wikipedia, Wikipedia zitiert mich!
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Beitrag #2 - 30.05.2008, 14:30
RE: Hail thee...
Schön das du wieder zu uns gefunden hast :)

Gruß Foley
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Beitrag #3 - 30.05.2008, 14:41
RE: Hail thee...
Feine Sache........hab mich schon gefragt wann du dich hier wieder anmeldest^^Welcome Back:wink:
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Beitrag #4 - 30.05.2008, 17:28
RE: Hail thee...
Holla der gute alte Grimm auf ein neues hier. Sei gegrüsst und fühl dich wohl
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