HFC HG184 /G17
Beitrag #1 - 01.03.2011, 20:04
HFC HG184 /G17
Review zur HG184 / Glock 17

[Bild: bb01.jpg]

1. Infos zum Original
2. Technische Daten
3. Zubehör
4. Erster Eindruck
5. Verarbeitung
6. Bedienung
7. Schußtest
8. Fazit



1. Infos zum Original
Die Super Spectre entspricht nicht wirklich dem realen Vorbild, orientiert sich aber stark an der Glock 17. Daher sind die folgenden Angaben auf eben diese Waffe bezogen.
Seit Beginn der 80er-Jahre wird "die" Glock nun produziert und weltweit verkauft. Die Glock 17 gehört fraglos zu den bekanntesten Faustfeuerwaffen der Welt und war eine der ersten Pistolen mit Griffstück aus Polymeren. Dies war auch der Grund für die Gerüchte sie wären für Metalldetektoren unsichtbar. In Anbetracht der Tatsache, dass sie zu guten Teilen aus Metall besteht ist dies jedoch wirklich nur ein Mythos.
Kein Mythos ist hingegen die Zuverlässig und Nutzerfreundlichkeit der Glock. So findet sie auch bei zahllosen Behörden und Sportschützen Anwendung. Verglichen mit den Waffen vieler anderer Hersteller finden sich an der Glock nahezu keine aussen liegenden Bedienelemente.
Die Glock 17 verwendet Munition des Kalibers 9x19mm Parabellum, die Standartmagazine fassen bis zu 19 Patronen.
Bekanntheit erlangte die Glock 17 zuerst vor allem wegen des Mythos der Unsichtbarkeit, inzwischen ist sie aber kaum aus Filmen und Computerspielen wegzudenken. Bei über 2,5 Millionen verkauften Modellen aus der Glock 17-Reihe kann man wohl auch hier getrost davon ausgehen, dass sie sich reger Beliebtheit erfreut.

[Bild: bb13.jpg]

2. Technische Daten

Hersteller: HFC

Bezeichnung: Super Spectre

Preis: 100 Euro

Länge: 200 mm

Gewicht: 600 gr.

System: GBB

Funktionen: Safe / Semi

HopUp: Einstellbar

Magazinkapazität: 23

Schußenergie: ca. 1 Joule

Betrieb: Gas

Metallteile: Magazin, Innerbarrel, Internals, Sicherung

Kunststoffteile: Griffstück, Schlitten, einige Internals

Besonderheiten: -

3.Zubehör
- ASG
- Magazin
- Anleitung
- Waffenkoffer
- Ladehilfe
- Munitionsbeutelchen

[Bild: bb03.jpg]

Optionales Zubehör:

4. Erster Eindruck
Um ehrlich zu sein, ich habe nicht ganz so viel erwartet. Immerhin liegt die HG184 mit ca. 100 Euro bei nur ungefähr zwei Drittel des Preises der KWA Glock 17. Was manche Leute bemängeln - die veränderte Form des Schlittens - war für mich als Glockfan ehrlich gesagt sogar ein weiterer Grund mir die HG184 zu bestellen. Das Handling der G17 sagt mir sehr zu und warum dann nicht etwas in leicht abgewandelter Form zusätzlich haben?
Wie auch immer, die HG wird bereits in einem Koffer geliefert. Dieser ist zwar nur aus Kunststoff gefertigt aber auch da habe ich schon deutlich schlechteres gesehen. Erster, bescheidener Pluspunkt.
[Bild: bb02.jpg]

Den Koffer geöffnet und die erste positive Überaschung. Der Kunststoffschlitten sieht durchaus Vertrauenerweckend aus und das Griffstück macht optisch sogar einen besseren Eindruck das der KWA. Ein sehr schönes mattes Finish verleiht der ASG ein wirklich gutes Aussehen. Abmessungen und Form sind weitestgehend typisch für Glockmodelle, bis hier hin also nichts zu bemängeln... mit Ausnahme diverser nicht dem Original entsprechender Markings. Aber dazu später mehr. Gewichtsmässig ist die HG184 etwas zu leicht zu geraten aber durchaus noch im akzeptablen Bereich.

5. Verarbeitung
Wenn man davon absieht, dass die ASG zum Großteil aus Kunststoff besteht findet man so gut wie nichts, was negativ anzumerken wäre. Die beiden Hälften des Griffstücks weisen zwar eine kleine Naht auf, doch ist diese wirklich minimal und gut verarbeitet.
[Bild: bb08.jpg]

Das Finish ist wirklich gut gelungen. Der Schlitten ist etwas glatter und dunkler gehalten, was jedoch keineswegs störend wirkt. Der Lauf hat wirklich nur geringes Spiel und ist das einzige was beim Schütteln Geräusche verursacht.
Der Schlitten sitzt übrigens wirklich gut, besser als bei allen anderen GBBs die ich bisher in Händen hatte.
Die Bedienelemente sind genauso wie das Magazin sehr exakt gefertigt und erfüllen ihre Funktion wackelfrei. Beim ersten Auffüllen hat das Magazin etwas Gas verloren, dieses Problem konnte jedoch mit etwas Silikon-Öl schnell behoben werden.
Technisch gesehen gibt es hier also keinerlei nennenswerte Beanstandungen. Was allerdings wirklich störend ist, ist die Tatsache, dass die ASG wirklich mit diversen unschönen Markings überzogen ist. So finden sich auf der linken Seite des Schlittens die durchaus noch akzeptablen Beschriftungen: Super Spectre, 6x6 und HFC. Auf dem Griffszück prangt ein dicker "Booming" - Aufkleber, den ich allerdings gleich entfernt habe.
[Bild: bb06.jpg]

Auf der rechten Seite sind angebracht (von links nach rechts): HFC, T68524M, High Performance Modell sowie das F mit dazugehörigen Markings. Definitiv sparen hatte man sich die Sprüche auf dem Griffstück:
"Read Menu before Use/Made in Taiwan" und "Completed 2001"
[Bild: bb07.jpg]

6. Bedienung
Wie üblich beginnt auch hier alles mit dem Aufladen des Magazins, welches den größten Schwachpunkt der ASG darstellt. Das Ventil des Magazins hat nach dem ersten Befüllen etwas Gas verloren und die mitgelieferte Ladehilfe reicht nicht wirklich um alle 23 Kugeln ins Magazin zu befördern. Ein letzter Schwachpunkt hier ist, das die Bodenplatte des Magazins in geschlossenem Zustand nicht richtig einrastet, was allerdings nicht ganz so schlimm ist, da sie bei eingeführtem Magazin durch das Griffstück nicht mehr verrutschen kann. Immerhin schütz die Bodenplatte das Ventil vor Schmutz und mechanischen Einflüssen.
[Bild: bb04.jpg]

Ist das Magazin erst einmal befüllt hat man den schlimmsten Teil aber auch schon hinter sich. Es lässt sich sauber in die Waffe einführen und rastet zuverlässig ein.

Hier kommt jetzt eine Besonderheit der HG 184. Dort wo sich normalerweise die Plakette mit der Seriennummer befindet, hat man bei HFC eine Schiebesicherung platziert. Sie blockiert den Abzug zuverlässig was auf den ersten Blick nicht schlecht ist. Im Spiel jedoch ist diese Form der Sicherung kaum praktikabel und da die übliche Abzugssicherung bei der HG 184 nicht zu finden ist, ist sie defakto ungesichert.

Das HopUp lässt sich ohne Werkzeug einstellen, allerdings muss hierfür der Schlitten abgenommen werden:
[Bild: bb12.jpg]

Was folgt, ist das Übliche. Durchgeladen wird, indem der Schlitten zurück gezogen wird. Bei leerem Magazin rastet er übrigens zuverlässig ein.

Wie die meisten GBBs kann auch die "Super Spectre" zerlegt werden wie das Original.
[Bild: bb09.jpg]
[Bild: bb10.jpg]
[Bild: bb11.jpg]

7.Schußtest
Was als erstes auffällt ist, dass der Abzug etwas härter ist als bei vielen anderen ASGs. Durch den leichten Schlitten ist auch das Blowback härter als bei der KWA zum Beispiel. Die Zuführung der BBs funktioniert tadellos und einen Cooldown konnte ich bisher nicht feststellen.

Trefferbild: ICS 0,2gr., Ballistol-Gas, 8 Meter, 8 Schuß stehend:
[Bild: bb14.jpg]

8. Fazit
Pro/Contra:
+ Finish
+ Genaue Fertigung
+ Koffer
+ Kapazität

+/- Preis
+/- Sicherung
+/- Design

- Kunststoffschlitten
- Markings
- Kleine Macken am Magazin

[Bild: bb05.jpg]

Fazit:
Die Super Spectre ist nicht unbedingt für Ausrüstungsfetischisten geeignet bei denen alles 100% original sein muss, wer es damit allerdings nicht so ernst nimmt bekommt eine durchaus brauchbare GBB für unter 100 Euro. Gerade die Verarbeitung hat es mir wirklich angetan und der Schlitten hat durchaus seine Reize wenn man optisch etwas aufgeschlossen ist. Das Schußverhalten ist top und gravierende Mängel gibt es nicht. Wie sich die HG184 in Zukunft machen wird, wird sich zeigen - bisher kann ich aber besten Gewissens ein Empfehlung aussprechen.

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